Mit dem E-Bike elektrisch unterwegs

Mit dem E-Bike elektrisch unterwegs

Das sollten Sie wissen, wenn Sie auf der Suche nach einem E-Bike sind

Jedes dritte Fahrrad, das in Deutschland verkauft wird, ist mittlerweile ein E-Bike. Tendenz steigend, denn der E-Bike-Boom ist ungebrochen. Grund genug, dass wir uns genauer mit dem Thema beschäftigen und Ihnen einen Überblick zu E-Bikes geben.

  • E-Bikes gibt es für jeden Einsatzzweck und für jedes Budget
  • Wer E-Bike fährt, lässt sein Auto häufiger stehen
  • Mit Velobrix will ein Chemnitzer Startup E-Bikes sicher abstellen

E-Bikes sind schon längst raus aus ihrer Nische. Denn zum einen gibt es eine Vielzahl an Modellen in nahezu allen Preissegmenten auf dem Markt. Zum anderen ist fast jedes 3. Fahrrad, das in Deutschland verkauft wird, ein E-Bike: Im 1. Halbjahr 2019 wurden 2,93 Millionen Fahrräder über den Handel abgesetzt, darunter rund 920.000 E-Bikes. Daher geben wir Ihnen in diesem Blogartikel einen Überblick zu den verschiedenen Arten, erklären kurz und knapp, wie ein E-Bike überhaupt funktioniert und stellen Ihnen ein Chemnitzer Startup vor, das sich mit der sicheren Unterbringung von E-Bikes beschäftigt.

Diese E-Bike-Arten gibt es

Bei Fahrrädern mit Elektroantrieb haben sich 3 Varianten entwickelt. Es gibt das Pedelec, das S-Pedelec (Schnelles Pedelec) und das E-Bike. Ein wenig verwirrend ist, dass umgangssprachlich mit E-Bike eigentlich immer das Pedelec gemeint ist. Denn richtige E-Bikes sind auf unseren Straßen kaum zu sehen. Dabei handelt es sich nämlich um Fahrräder mit Elektromotor, die bis zu 45 km/h fahren und ohne Treten funktionieren. Also eher eine Art E-Mofa. E-Bike ist im Regelfall also mehr ein Oberbegriff für Fahrräder mit Elektromotor, den wir in unserem Artikel auch so verwenden.

Die häufigste E-Bike-Variante ist das Pedelec. Der Motor unterstützt den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h mit einer Leistung von bis zu 250 Watt. Dabei muss zu jeder Zeit in die Pedale getreten werden. Wer schneller unterwegs sein will, muss dann wieder komplett ohne elektrische Hilfe fahren. Daher wird das Pedelec im Straßenverkehr auch wie ein normales Fahrrad behandelt.

Arten von E-Bikes - E-Bike Infos - so-geht-e.de

Ein Schnelles Pedelec wird hingegen als Kleinkraftrad eingestuft. Der Fahrer muss wie beim Pedelec auch in die Pedale treten, wird vom Motor allerdings bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h unterstützt. Außerdem werden kräftigere Motoren verbaut mit einer Leistung von bis zu 500 Watt.

Ob das E-Bike als Fahrrad oder als Kleinkraftrad eingestuft wird, ist entscheidend dafür, ob man damit auf dem Radweg fahren darf, einen Helm aufsetzen muss oder eine Kraftfahrzeugversicherung benötigt. E-Bikes, die ohne Treten funktionieren, und S-Pedelecs benötigen ein Versicherungskennzeichen. Außerdem muss der Fahrer mindestens einen Führerschein der Klasse AM besitzen. Damit dürfen Mopeds und Kleinkrafträder gefahren werden. In Sachsen beträgt das Mindestalter für den Erwerb des Führerscheins 15 Jahre. Nicht zuletzt besteht auch Helmpflicht. Fällt die Wahl auf ein Pedelec, benötigen Sie weder Führerschein noch Versicherungskennzeichen. Das Tragen eines Helmes ist zwar dann keine Pflicht, aber dennoch zu empfehlen.

Auf den richtigen Antrieb kommt es an

E-Bikes gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, so dass Sie jedes klassische Fahrrad auch in einer motorisierten Variante bekommen können. So gibt es eine große Auswahl an City- und Trekkingrädern aber auch Mountainbikes, Klapprädern, Lastenrädern und sogar Rennrädern.

Beim Antrieb können Sie zwischen 3 verschiedenen Arten wählen: Den Vorderradmotor, den Hinterradmotor und den Mittelmotor, der direkt im Tretlager bei den Pedalen sitzt. Vor allem bei günstigen Modellen kommt ein Nabenmotor im Vorderrad zum Einsatz. Von Nachteil ist das besonders auf weichen und glatten Untergründen. Die meisten Modelle sind daher mit einem Mittelmotor ausgestattet. Hier ist die Gewichtsverteilung am günstigsten und die Motoren haben sich außerdem als sehr zuverlässig erwiesen. Die Kraft wird dabei über die Kette aufs Hinterrad übertragen. Sportliche E-Bikes werden in einigen Fällen auch mit einem Hinterradmotor ausgestattet.

Grundsätzlich ist die Wahl der richtigen Variante eine Frage des Preises und des Einsatzzwecks. Bei einer Probefahrt finden Sie schnell heraus, ob Ihnen das Fahrverhalten zusagt oder nicht.

So funktioniert ein E-Bike

Im Prinzip unterstützt ein E-Bike den Fahrer beim Treten. Oder anders gesagt: Ohne Treten geht es nicht. Die Kraft kommt also zum Teil vom Fahrer und zum Teil vom Motor. Bei den meisten E-Bikes kann der Fahrer den Grad der Unterstützung in mehreren Stufen einstellen. Außerdem passt sich die Leistung des Motors danach an, wie stark der Fahrer in die Pedale tritt. Hierzu misst das E-Bike neben der Geschwindigkeit auch das Drehmoment und die Trittfrequenz. Daraus wird errechnet, wie viel Hilfe der Fahrer gerade benötigt. Geht es also bergauf, leistet der Elektromotor mehr als bei einer weniger anstrengenden Fahrt auf gerader Strecke.

Ein typischer Akku hat eine Kapazität zwischen 300 und 500 Wh und befindet sich im Gepäckträger, am Rahmen oder im Rahmen integriert. Die Größe des Akkus entscheidet auch maßgeblich über die Reichweite. Allerdings spielen noch viele weitere Faktoren wie das Gewicht des Fahrers, die gewählte Unterstützungsstufe oder das Streckenprofil eine Rolle. Reichweitenangaben sind daher immer nur Richtwerte, ähnlich wie beim Auto. Größere Akkus, mit denen Sie größere Reichweiten erzielen können, kosten dann allerdings auch mehr.

Für jeden das richtige E-Bike

Dadurch, dass es für jeden Einsatzzweck auch das passende E-Bike gibt, eignet sich ein E-Bike mittlerweile auch für ziemlich jeden. Ein E-Bike kann auch der Einstieg ins Fahrradfahren sein. Durch die Unterstützung des Motors wird es dem Fahrer leicht gemacht, Wege mit dem Rad zu erledigen.

Auch Pendler greifen immer häufiger zum E-Bike, denn die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen ist man täglich in Bewegung und zum anderen lassen sich auch Strecken zurücklegen, bei denen viele bereits aufs Auto zurückgreifen. Natürlich profitieren auch Menschen, die bisher auf Grund der zu hohen Belastung aufs Fahrradfahren verzichtet haben oder durch eine Verletzung darauf verzichten mussten. Durch die Unterstützung des Elektromotors werden Gelenke, Bänder und Sehnen geschont.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass E-Bike-Fahrer an vielen Stellen profitieren. Sie greifen häufiger zum Fahrrad, da auch längere Strecken relativ entspannt mit einem E-Bike zurückgelegt werden können. Verschwitzt am Arbeitsplatz ankommen gehört auch der Vergangenheit an. Nicht zuletzt können Sie mit einem E-Bike auch sparen, wenn Sie dadurch weniger mit dem Auto fahren.

Mit dem Velobrix das E-Bike sicher unterbringen 

Ein E-Bike sollte dann natürlich auch sicher abgestellt werden. Besonders wenn es länger stehen soll – zum Beispiel bei Pendlern. Sie fahren häufig am Morgen zum Bahnhof und von dort weiter mit Bus und Bahn zum Arbeitsplatz, um am Nachmittag wieder mit dem E-Bike zurück nach Hause zu fahren. Damit Sie Ihr Fahrrad beruhigt über den Tag hinweg stehen lassen können, hat ein Chemnitzer Startup eine innovative Lösung entwickelt: den Velobrix.

Die beiden Gründer Steve Winter und Patrick Rabe haben uns im Interview erzählt, wie sie auf die Idee gekommen sind und wie der Velobrix funktioniert.

Wie ist die Idee entstanden, Schiffscontainer in Fahrradstellplätze umzubauen?

Steve Winter: An der Uni wurden mir zunächst die Laufräder meines Fahrrads gestohlen. Nachdem ich einen neuen Satz für 300 Euro kaufen musste, wurde wenige Monate später das komplette Fahrrad geklaut. Vor zweieinhalb Jahren habe ich mir ein E-Bike gekauft und da war dann die Frage, wie ich mein Fahrrad sicher abstelle. Da ich keine Lust hatte, 3 Schlösser jeden Tag mitzunehmen, habe ich das Fahrrad mit in den Hörsaal geschleppt. Die Blicke können Sie sich vorstellen. Mit Patrick, den ich schon viele Jahre kenne, habe ich mich dann über eine Lösung unterhalten. Und da kam die Idee, Schiffscontainer für diese Zwecke zu nutzen. Ein Stipendium der SAB war dann eigentlich der Startschuss. Und seitdem ist viel passiert. Wir haben einen Prototyp gebaut und die 0-Serie steht seit Anfang Oktober in Dresden Coswig am Bahnhof. Außerdem sind wir in den letzten Zügen unsere Zertifizierung abzuschließen.

Die beiden Gründer Steve Winter und Patrick Rabe haben uns im Interview erzählt, wie sie auf die Idee gekommen sind und wie der Velobrix funktioniert.

Wie ist die Idee entstanden, Schiffscontainer in Fahrradstellplätze umzubauen?

Steve Winter: An der Uni wurden mir zunächst die Laufräder meines Fahrrads gestohlen. Nachdem ich einen neuen Satz für 300 Euro kaufen musste, wurde wenige Monate später das komplette Fahrrad geklaut. Vor zweieinhalb Jahren habe ich mir ein E-Bike gekauft und da war dann die Frage, wie ich mein Fahrrad sicher abstelle. Da ich keine Lust hatte, 3 Schlösser jeden Tag mitzunehmen, habe ich das Fahrrad mit in den Hörsaal geschleppt. Die Blicke können Sie sich vorstellen. Mit Patrick, den ich schon viele Jahre kenne, habe ich mich dann über eine Lösung unterhalten. Und da kam die Idee, Schiffscontainer für diese Zwecke zu nutzen. Ein Stipendium der SAB war dann eigentlich der Startschuss. Und seitdem ist viel passiert. Wir haben einen Prototyp gebaut und die 0-Serie steht seit Anfang Oktober in Dresden Coswig am Bahnhof. Außerdem sind wir in den letzten Zügen unsere Zertifizierung abzuschließen.

Wie sind denn die Erfahrungen des Tests in Coswig?

Steve Winter: Sehr gut. Das hätten wir im Vorfeld selbst nicht gedacht. Uns war wichtig, dass wir die Anlage wirklich auf Herz und Nieren testen können. Wir wollten sehen, wie sich das System bei Nässe und bei Kälte verhält. Und das System läuft, es funktioniert gut und trotz der kalten Jahreszeit wird es von den Fahrradfahrern angenommen.

 

Was braucht der Fahrradfahrer, wenn er sein E-Bike im Velobrix abstellen möchte?

Steve Winter: Das Besondere am Velobrix ist, dass man das Ganze bargeldlos nutzen kann – ohne Registrierung. Man kann wirklich hinfahren und sofort sein Fahrrad einstellen. Das war uns wichtig, dass man sich nicht über eine Internetseite oder über ein Portal registrieren muss. Wir haben einen Touchscreen und Karteneinzug bzw. einen kontaktlosen Kartenleser. Da wird die Karte einfach eingesteckt und dann wird dem Nutzer ein freier Stellplatz zugeordnet. Danach öffnet sich die Tür automatisch, das Fahrrad und zum Beispiel auch Equipment wie Rucksack, Fahrradtaschen oder eine Radjacke werden reingestellt, die Tür wieder geschlossen, fertig. Wenn man wiederkommt, braucht man nur die Geldkarte. Das System erkennt den zugehörigen Stellplatz. Und wenn der Nutzer bezahlt hat, geht die Tür wieder auf.

Kann man auch sein E-Bike aufladen?

Patrick Rabe: Ja, das geht. Wir haben normale Steckdosen verbaut. Da es noch keine einheitliche Lösung für E-Bike-Ladegeräte gibt, ist das im Moment die beste Lösung. Man bringt dann sein Ladegerät mit und lädt das Fahrrad tagsüber auf. Die Kosten der Ladung sind dabei im Preis bereits enthalten. In Zukunft wollen wir auch Langzeitstellplätze im Velobrix anbieten. Diese festen Plätze können dann wochenweise, monatsweise oder auch für ein ganzes Jahr angemietet werden. Dauerparker haben dann die Möglichkeit, ihr Ladegerät einfach liegen zu lassen.

Und wie geht es weiter? In diesem Jahr sind bereits 20 weitere Anlagen geplant. Das Start-up will außerdem eine eigene Montage aufbauen und das Produktportfolio durch Einzelboxen erweitern, die modular miteinander verbunden werden können. Dadurch wird das System auch für Unternehmen und Vermieter interessant, die Ihren Kunden, Mitarbeitern bzw. Mietern eine sichere und bequeme Abstellmöglichkeit anbieten wollen.

Tipps für mehr Reichweite und den richtigen Versicherungsschutz

Zum Abschluss wollen wir Ihnen noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, damit der ersten E-Bike-Ausfahrt nichts mehr im Wege steht.

Mehr Reichweite

Die Reichweite hängt von vielen Faktoren ab. An der Akkukapazität lässt sich nach dem Kauf zwar nichts mehr ändern. Um dennoch ein paar Kilometer weiter fahren zu können, sollten Sie den Reifendruck im Blick behalten. Gut aufgeblasene Reifen verringern den Rollwiderstand und sparen Energie. Auch das Gesamtgewicht spielt eine Rolle. Verzichten Sie also auf alle unnötigen Dinge in Rucksack und Fahrradtasche. Wenn die Reichweite wichtiger als die Stärke der Unterstützung ist, dann wählen Sie ein entsprechendes Programm. Dadurch greift der Motor weniger ein und die Reichweite steigt. Auch die Geschwindigkeit, mit der Sie unterwegs sind, beeinflusst den Stromverbrauch maßgeblich. Wenn Sie es also nicht ganz so eilig haben, werden Sie das an einem ausdauernden Akku spüren.

Versicherungen prüfen

Bei einem E-Bike kommen mehrere Versicherungen in Frage, die Sie im Blick haben sollten. Beim Versicherer Ihrer Privathaftplicht sollten Sie nachfragen, ob auch Schäden anderer bei einem Unfall abgesichert sind. Auch eine Unfallversicherung, die Ihre eigenen Behandlungskosten abgedeckt, kann sich lohnen. Im Falle eines Diebstahls sollte zudem die Hausratversicherung aufkommen. Tut sie dies nicht, lohnt sich der Abschluss einer speziellen Fahrradversicherung.

 

E-Bikes sind längst ein fester Bestandteil der Fahrradwelt geworden. Sie ermöglichen längere Strecken entspannter zu bewältigen und sorgen dafür, dass wir unsere Autos viel häufiger stehen lassen. Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz – und für unsere Gesundheit.

Welche Arten von E-Autos gibt es?

Welche Arten von E-Autos gibt es?

Der Antrieb macht den Unterschied.

Einfach alles elektrisch – und es rollt? In unserem Blogartikel „Für jeden das Richtige. Welches Elektroauto passt zu mir?“ wird herausgestellt, was man bei der Wahl eines Elektroautos bedenken sollte. Interessant ist auch, dass es ganz unterschiedliche Typen von Elektroautos gibt, die sich in Aufbau und Funktion erheblich unterscheiden. Die wichtigsten stellen wir hier kurz vor.

batterieelektrische Fahrzeuge: Battery Electric Vehicle (BEV)

Für die reinen Elektrofahrzeuge, die ausschließlich mit einem Elektromotor ausgestattet sind, hat sich mittlerweile die Abkürzung BEV für Battery Electric Vehicle (z. B. Renault ZOE, Smart ED, Tesla Model S, VW e-Golf) durchgesetzt. Diese E-Autos beziehen die für den Antrieb benötigte Energie aus einer Batterie im Fahrzeug. Die Batterie wird über das Stromnetz aufgeladen und kann zurückgewonnene Bremsenergie speichern. Letzteres ist auch unter dem Fachbegriff Rekuperation bekannt.

batterieelektrische Fahrzeuge mit Range Extender (BEV-REx)

Die Variante Range Extender (REx) ist auch ein reines Elektrofahrzeug (z. B. BMW i3 oder Opel Ampera Modell 2012), besitzt jedoch zusätzlich einen kleinen Verbrennungsmotor bzw. Reichweitenverlängerer (Range Extender) zum Nachladen der Batterie. Dieser Zusatzmotor versorgt jedoch nur die Batterie mit Strom und ist nicht direkt mit dem Antrieb des Fahrzeuges gekoppelt. Sobald der Batteriestatus eine definierte Mindestreichweite erreicht hat, wird der Range Extender automatisch aktiviert und der Ottomotor speist die Batterie mit Strom. Dies kann eine zusätzliche Reichweite von ca. 100 km gewährleisten (je nach Modell). Gibt es in unmittelbarer Nähe keine Ladestation, kann also auch eine Tankstelle angefahren und Benzin getankt werden.

Hybridfahrzeuge: Hybrid Electric Vehicle (HEV)

Die Batterie des Hybrid Electric Vehicles (HEV) wird durch den Verbrennungsmotor geladen (z. B. Audi A3 Sportback e-tron). Die externe Ladung über das Stromnetz ist nicht möglich. Die Funktion der Rekuperation wird auch in Hybridautos angewendet. Erst, wenn die Batterie ausreichend geladen ist, wird der elektrische Antrieb von der Steuerung freigegeben. Elektrisch lassen sich zwar nur wenige Kilometer mit einem HEV fahren, doch gerade das energieintensive Anfahren kann vom Elektromotor übernommen werden, wodurch Hybride bessere Verbrauchswerte aufweisen können, trotz des höheren Gewichtes durch die zwei Motoren.

Plug-in Hybrid Electric Vehicle (PHEV)

Ebenso bedient sich auch ein Plug-in Hybrid Electric Vehicle (PHEV) zweier Antriebsmotoren, (z. B. Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander oder VW Passat GTE Variant). Der Unterscheid besteht jedoch darin, dass PHEV extern über das Stromnetz mit einem Stecker aufgeladen werden können und daher in vielen Definitionen auch als Elektroauto im engeren Sinne gezählt werden. Zusätzlich hat ein PHEV im Gegensatz zu Hybriden eine größere Batterie, mit der sie in der Regel mindestens 50 km rein elektrisch fahren können, für den Stadtverkehr erscheint dies ausreichend.

Brennstoffzellen-Fahrzeug Fuel Cell Electric Vehicle (FCEV)

Beim Fuel Cell Electric Vehicle (FCEV) wird die elektrische Energie aus Wasserstoff und Sauerstoff während des Fahrbetriebes erzeugt (z. B. Mercedes-Benz GLC F-CELL oder Hyundai NEXO). Grundlage dafür ist eine Brennstoffzelle, welche durch in einem Tank mitgeführten Wasserstoff gespeist wird. Durch Elektrolyse wird aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie erzeugt, welche dann vom Elektromotor in Bewegung umgewandelt oder zeitweise in einer Batterie gespeichert wird. Ein großer Vorteil von FCEV ist, dass durch die „kalte Verbrennung“ von Wasser- und Sauerstoff beim Fahrbetrieb keine Emissionen außer Wasserdampf entstehen. Zusätzlich kann der Wasserstofftank in wenigen Minuten wieder befüllt werden. Aktuelle Brennstoffzellenautos haben Reichweiten von 500 bis 600 km. Jedoch gibt es momentan nur sehr wenige Modelle, da die Herstellung von Brennstoffzellen und Wasserstoff sehr energieintensiv und auch teuer ist.

Beitragsgrafik_Arten_von_E-Autos_so-geht-e

Die Entscheidung für das richtige Elektrofahrzeug

 

Um sich für das richtige Elektrofahrzeug zu entscheiden, gilt es zu bedenken, ob man Gelegenheitsfahrer ist oder ob das Auto als Alltagsbegleiter unverzichtbar ist. Außerdem ist abzuwägen, welche Strecken man am Stück zu bewältigen hat und ob Sitzplätze oder der Stauraum für Gepäck, zum Beispiel für eine Familie, auch eine Rolle spielen. Die Auswahl an Modellen zu den einzelnen Arten von Elektroautos ist sehr groß und der Markt wird immer größer. Also am besten die eigenen Bedürfnisse ganz genau unter die Lupe nehmen und vergleichen, ob und welches Elektroauto infrage kommt.

Online sind dazu verschiedene Konfiguratoren oder Rankinglisten als Entscheidungshilfen verfügbar. Hier sind die Elektroautos übersichtlich dargestellt.

Wer wissen möchte, wie die neuesten Modelle heißen und mit welchen Ausstattungen es diese gibt, kann sich zum Beispiel auf der Seite des ADAC  informieren.

Wenn Sie sich für ein Elektroauto entschieden haben, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Laden leicht gemacht. Das sollten Sie zum Laden von Elektroautos wissen“, wie Sie immer gute Fahrt haben, ganz gleich, welche Art von E-Auto Sie haben.

Welches E-Auto passt zu mir?

Welches E-Auto passt zu mir?

Für jeden das Richtige.

Die einen sagen so, die anderen so. Zwischen Berufspendlern, Langstreckenfahrern, Familien und jungen Leute gibt es unterschiedliche Prämissen für die Anschaffung eines Elektroautos. Besonders die Fragen nach Reichweite sowie Anschaffungs- und Verbrauchskosten nehmen einen hohen Stellenwert ein, wenn es darum geht, sich ein E-Auto zuzulegen oder doch bei der konventionellen Variante zu bleiben.

 

Elektroautos im Kostenvergleich

 

Immer häufiger schneiden E-Autos gut ab, wenn man alle Kosten eines Autos zusammennimmt. Der nachfolgende Vergleich stellt jeweils ein E-Modell und ein Modell desselben Herstellers mit herkömmlichen Antrieben gegenüber. Verglichen wurde ein Elektroauto mit einem Verbrenner, welcher vergleichbare Werte in puncto Motorleistung und Ausstattung aufweist. Für den Kraftstoff- bzw. Stromverbrauch liegen die Werte der Autotests durch den ADAC zugrunde. Eine detailliertere Auswertung finden Sie im angehängten Link, aus welchem der Kostenvergleich entnommen wurde.

Generell können sich die höheren Anschaffungskosten eines Elektroautos durch geringere laufende Kosten wieder amortisieren – je mehr Fahrleistung, desto größer ist der Einsparungsgewinn für das Elektroauto im Betrieb.

Beitragsgrafik - Elektroautos im Vergleich - so-geht-e

Angaben ohne Gewähr; Kostenvergleich des ADAC 

Die Anschaffung eines batteriebetriebenen Elektroautos ist im Schnitt 40 Prozent kostenintensiver als beim vergleichbaren Pkw mit herkömmlicher Antriebstechnik. Doch es gibt auch Elektroautos, die günstiger als vergleichbare Pkw mit Verbrenner sind. Hinzu kommt bei den E-Autos noch die Akkumiete, die an einige Hersteller zu zahlen ist. Dafür punktet jedoch der Vergleich bei Umweltfreundlichkeit, Verbrauchskosten, geringerer Reparaturanfälligkeit und weiteren Eigenschaften.

Beitragsgrafik_Elektroautos im Vergleich -so-geht-e

Übersicht zum Pro und Contra eines Elektrofahrzeuges; Quelle

Für jede Nutzergruppe das richtige Elektroauto

 

Nutzergruppe Pendler:
Es ist ein tägliches Hin und Her. Für Pendler, die eine vorhersehbare Strecke mit dem Auto zurücklegen, kann ein Elektroauto eine sehr gute und auf Dauer auch günstigere Option zu einem Verbrenner sein. Denn wie bereits angesprochen sind Elektroautos im Unterhalt günstiger und dazu auch weniger reparaturanfällig als Verbrenner. Für eine Ladestation zu Hause oder am Arbeitsplatz (oder in unmittelbarer Nähe) sollte jedoch gesorgt sein.

Nutzergruppe Familien und Langstreckenfahrer:
Auch für Familien bietet der Markt einige Modelle an Elektroautos, die durchaus praxistauglich sind (zum Beispiel Opel Ampera-e oder Hyundai Ioniq Elektro). Hier kommt es nicht nur auf die Reichweite an, sondern auch besonders auf das Platzangebot und den Komfort. Denn Familien benötigen ausreichend Sitzplätze, und der Stauraum für Gepäck spielt auch eine enorme Rolle. Außerdem sollte der Urlaub oder ein Wochenendausflug mehr als nur die Suche nach den nächsten Ladestationen bieten. Deswegen ist es ratsam, sich gerade als Familienauto ein Elektroauto mit stärkerer Reichweite zuzulegen. Viele E-Autos schaffen heute locker 350 km und mehr mit nur einer Ladung. Durch die stets wachsende Infrastruktur für Lademöglichkeiten bleibt auch keine Familie mehr aufgrund eines leeren „Tanks“ auf der Strecke.

Letzteres gilt auch für Fahrer, die aus beruflichen Gründen oft viele Kilometer am Stück zu bewältigen haben. Schon allein der Gedanke, zu viel Zeit in die „Tankfüllungen“ zu investieren, verursacht Stress, der aber gar nicht notwendig ist. Nachfolgend eine Übersicht zu Modellen von E-Autos und deren Reichweiten. Diese Angaben entsprechen nicht den Praxiswerten, sondern denen der Hersteller. Daher finden sich auch Abweichungen zu den Werten der Autotests durch den ADAC.

Beitragsgrafik_Elektroautos im Vergleich _Reichweite_-so-geht-e

Reichweiten-Vergleich verschiedener Modelle, Quelle

Nutzergruppe Vielfahrer im Stadtverkehr:

Wer viel in der Stadt unterwegs ist, profitiert von den Vorteilen beim Fahren mit einem E-Auto, nämlich geringem Verbrauch und Rekuperation. Auch der dynamische Fahrstil verleiht dem Vielfahrer im Stadtverkehr ein angenehmes Fahrgefühl. Dadurch, dass lokal keine Emission stattfindet, fährt man mit einem Elektroauto zudem sehr umweltfreundlich.

Nutzergruppe Berufseinsteiger, Studenten, junge Leute:

Klein, aber fein – junge Leute brauchen meist nicht so viel Platz. Sie setzen mehr auf Style, Fahrspaß und natürlich auf Bezahlbarkeit. Auch hier haben die Anbieter verschiedene elektrische Stadtflitzer im Repertoire, die ideal für den Weg zur Uni, zum Shoppen und andere beliebte Tagesziele sind – und das zu einem günstigen Preis. Auch hier gibt es Unterschiede in Leistung und Reichweiten. So vielfältig die Ansprüche junger Leute sind, so haben sich auch die Hersteller darauf eingestellt und bieten unterschiedliche Fahrkonzepte zum Thema E-Mobilität an, zum Beispiel Carsharing.

Renault Zoe R90

  • 5 Sitzplätze
  • 92 PS, 135 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • 316 km Reichweite
  • Preis: 29.900 Euro

Smart EQ

  • 2- oder 4-Sitzer
  • 82 PS, 130 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • 155 km Reichweite
  • Preis fortwo: 21.940 Euro
  • Preis forfour: 22.600 Euro

Citroën C-Zero

  • 4 Sitze
  • 67 PS, 130 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • 150 km Reichweite
  • Preis: 21.800 Euro

Renault Twizy

  • 1- oder 2-Sitzer
  • Mopedführerschein ist für die Basisversion ausreichend
  • 12 PS Leistung mit 80 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • maximal 100 km Reichweite
  • Preis: je nach Modell ab 6.950 Euro

Peugeot iOn

  • 4 Sitze
  • 67 PS, 130 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • 150 km Reichweite
  • Preis: 21.800 Euro

Die Frage, sich ein Elektroauto, einen Benziner oder Diesel anzuschaffen, ist also nicht pauschal mit einem Ja oder Nein zu beantworten und hängt von der persönlichen Einstellung sowie dem Anwendungsbereich ab. Die Kosten kann man online vergleichen und sich viele Tipps holen, welche Kriterien bei der Auswahl entscheidend sind.