Die eigene Wallbox zuhause

Die eigene Wallbox zuhause

So laden Mieter und Hausbesitzer ihr E-Auto daheim

Der Großteil der Ladevorgänge eines E-Autos findet zu Hause nach Feierabend statt. Daher sollte eine Wallbox zur Ausstattung gehören. Für Hausbesitzer ist die Installation meist kein Problem. Mieter müssen sich hingegen mit dem Vermieter verständigen. Wir zeigen Ihnen, warum Sie überhaupt eine Wallbox benötigen und wie Sie Ihren Vermieter von der Idee überzeugen. 

  • Eine Wallbox mit 11 kW Leistung ist für die meisten aktuell die beste Wahl
  • Für die Installation im Freien gibt es wetterfeste Wallboxen
  • Mieter besprechen mit dem Eigentümer die beste Variante für eine Ladestation

Beim Laden daheim geht es nicht ohne Wallbox. Zwar verfügen alle Elektroautos über die Möglichkeit, den Akku über eine Haushaltssteckdose im Notfall zu laden. Aber der Name sagt es bereits: Dafür sollten Sie sich nur im Notfall entscheiden. Denn das Problem liegt in der großen Belastung der Stromleitung. Der Akku eines Renault Zoe hat in der Einstiegsvariante eine Größe von 41 kWh. Soll dieser mit einer Steckdose geladen werden, dauert das bei 3,7 kW Leistung – das ist die Maximalleistung einer Haushaltssteckdose – rund 11 Stunden. In dieser Zeit steht die Leitung ständig unter Volllast und muss Strommengen bewältigen, für die sie nicht ausgelegt ist. Überhitzung und Kabelbrände können mitunter die Folge sein. Um ein E-Auto schnell und sicher zu laden, braucht es somit eine Wallbox.

 

Renault Zoe

Akku: 41 kWh

e-Auto - Renault Zoe - so-geht-e.de

Ladeleistung Wallbox Ladezeit
3,7 kW ca. 11h
11 kW 4h
22 kW 2h

Das sind die Vorteile einer Wallbox

Mit einer Wallbox holen Sie sich die Technologie einer Ladesäule nach Hause. Sie wird meist an der Wand montiert und ist nicht viel größer als ein Schuhkarton. Daneben kann sie auch freistehend an ein passendes Gestell montiert werden. Dadurch eignet sie sich nicht nur für Garagen, sondern auch für Carports und Außenstellplätze.

Ein E-Auto lässt sich mit der Wallbox nicht nur sicherer, sondern auch schneller laden. Am meisten verbreitet sind Ladeleistungen von bis zu 11 kW. Es gibt aber auch Modelle mit 22 kW Leistung. Das Elektroauto muss damit allerdings auch umgehen können. Welche Wallbox die Richtige ist, hängt somit maßgeblich vom Elektroauto selbst ab. Dabei sollten Sie auch im Hinterkopf behalten, dass Sie nach einer gewissen Zeit ihr aktuelles durch ein neues E-Auto ersetzen. Die Wallbox sollte daher fit für die Zukunft sein.

Um zu verdeutlichen, welche Unterschiede bei der Ladezeit zustande kommen, betrachten wir erneut unser Beispiel eines Renault Zoe mit einem 41 kWh Akku. Bei einer Wallbox mit einer Ladeleistung von 3,7 kW verstreichen rund 11 Stunden bis die Batterie vollständig geladen ist. Bei einer 11-kW-Wallbox genügen bereits weniger als 4 Stunden und mit 22 kW Leistung ist der leere Akku bereits nach knapp 2 Stunden wieder voll.

 

Das kostet eine Wallbox

Eine Wallbox bewegt sich preislich zwischen ungefähr 500 Euro und bis zu 2500 Euro. Das sind dann Modelle mit großem Funktionsumfang. Der ADAC hat aktuelle Wallboxen getestet und die Funktionen sowie Vor- und Nachteile detailliert aufgelistet.

Grundsätzlich empfiehlt der ADAC 3-phasige 11-kW-Wallboxen. Diese sind zum einen in der Lage, auch Fahrzeuge zu laden, die nur mit einer geringeren Ladeleistung umgehen können. Zum anderen belasten sie das Stromnetz nur so stark, dass keine Überlastungen entstehen können. Eine Genehmigung des Stromanbieters ist daher nicht notwendig.

Zu den Anschaffungskosten kommen noch die Installationskosten hinzu, die pauschal nicht angegeben werden können. Denn hier spielen bauliche Voraussetzungen am ausgewählten heimischen Standort eine entscheidende Rolle. Das sind u.a. die Entfernung zum Sicherungskasten aber auch die Anzahl der benötigten Arbeiten für Wand- und Deckendurchbrüche. Der Freistaat Sachsen unterstützt E-Auto-Fahrer jedoch mit einem Förderprogramm. Wird die Wallbox zusammen mit einem Stromspeicher installiert, gibt es einen Zuschuss von 1000 Euro für den Stromspeicher plus weitere 200 Euro pro kWh Speicherkapazität. Für die Ladestation gibt es dann 400 Euro für einen Wechselstromladepunkt und 1500 Euro für einen Gleichstromladepunkt.

Außerdem muss die Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden. Das betrifft alle Modelle mit einer Leistung bis zu 11 kW. Für eine leistungsstärkere Wallbox, zum Beispiel mit 22 kW, ist zudem die Zustimmung des Netzbetreibers erforderlich. Dadurch wird vermieden, dass es zur Überlastung des lokalen Stromnetzes kommt und die Betreiber das Netz bedarfsgerecht weiterentwickeln können.

 

So kommen Sie als Mieter zur eigenen Wallbox

Besitzer eines Eigenheims mit einer eigenen Garage haben es somit selbst in der Hand und relativ leicht, sich eine eigene Wallbox installieren zu lassen. Für Mieter ist es nicht ganz so einfach, da sie Rücksicht auf andere Mieter nehmen müssen und der Vermieter zustimmen muss. Wir zeigen Ihnen, was es zu beachten gilt und wie auch Mieter ihr E-Auto daheim laden können.

Voraussetzung ist ein eigener Stellplatz. Dieser kann in einer Tiefgarage oder im Hinterhof sein, da sich eine wetterfeste Wallbox auch im Freien montieren lässt. Für die Installation benötigen Sie außerdem die Einwilligung des Eigentümers, da es sich um eine bauliche Veränderung handelt. Bei einem Einzeleigentümer sprechen Sie am besten mit dem Vermieter bzw. der Hausverwaltung. Im Falle einer Eigentümergemeinschaft stellen Sie einen Antrag bei der Eigentümerversammlung, der laut aktueller Rechtslage einstimmig beschlossen werden muss – ein Paragraph, der wohl in absehbarer Zeit zugunsten der Elektromobilität angepasst werden wird. Machen Sie sich zur Sicherheit im Vorfeld Gedanken, wie die Wallbox finanziert, wie abgerechnet und von wem sie genutzt werden soll. Außerdem ist es ratsam, sich ein paar Argumente für einen Wallbox zurechtzulegen. Wichtigstes Argument für skeptische Vermieter ist dabei die Aufwertung der Immobilie durch eine derartige Investition.

Wenn Sie allein die Wallbox finanzieren und nutzen wollen, empfehlen wir einen eigenen Stromzähler. So entstehen den anderen Bewohnern keine Zusatzkosten und Ihnen ermöglicht dies die Wahl eines speziellen Stromtarifs für E-Autos. Schlagen Sie bei Bedarf auch die Integration eines Lastmanagementsystems vor. Dies nimmt Vermietern die Angst, dass der Ladevorgang die Leistung des Hauses negativ beeinflusst.

Förderung für E-Auto Fahrer

Installation einer Wallbox und Stromspeicher:

 

für Stromspeicher
+ 1.000 €
pro kWh Speicherkapazität
+ 200 €
für Wechselstromladepunkt
+ 400 €
für Gleichstromladepunkt
+1.500 €

 

Sollten mehrere Mieter Interesse zeigen, bietet sich eine smarte Wallbox an. An dieser können sich alle E-Auto-Fahrer des Hauses registrieren und ihr Elektroauto laden. In diesem Falle beteiligen sich nicht nur weitere Nutzer an den Investitionskosten, sondern wahrscheinlich auch der Eigentümer. Sind alle Fragen geklärt, ist die Installation der Wallbox kein Hindernis mehr. Dies kann, wie in der eigenen Garage, von jedem qualifizierten Elektriker durchgeführt werden.

Übrigens: Ganz ohne Zustimmung und zusätzliche Investitionen können Sie Ihr E-Auto an einer öffentlichen Ladestation aufladen. Deren Zahl wächst stetig und ob sich eine in direkter Nähe zu Ihrem Wohnort befindet, können Sie auf Portalen wir GoingElectric überprüfen.

Das Laden daheim geht am besten mit der eigenen Wallbox. Viele Modelle sind preislich attraktiv und lassen sich ohne großen Aufwand von Fachpersonal installieren. Häufig besteht sogar eine Fördermöglichkeit. Wir unterstützen Sie bei der Wahl der richtigen Wallbox, der Installation und mit den nötigen Argumenten, wenn Sie Ihren Vermieter überzeugen wollen!

Mit dem E-Bike elektrisch unterwegs

Mit dem E-Bike elektrisch unterwegs

Das sollten Sie wissen, wenn Sie auf der Suche nach einem E-Bike sind

Jedes dritte Fahrrad, das in Deutschland verkauft wird, ist mittlerweile ein E-Bike. Tendenz steigend, denn der E-Bike-Boom ist ungebrochen. Grund genug, dass wir uns genauer mit dem Thema beschäftigen und Ihnen einen Überblick zu E-Bikes geben.

  • E-Bikes gibt es für jeden Einsatzzweck und für jedes Budget
  • Wer E-Bike fährt, lässt sein Auto häufiger stehen
  • Mit Velobrix will ein Chemnitzer Startup E-Bikes sicher abstellen

E-Bikes sind schon längst raus aus ihrer Nische. Denn zum einen gibt es eine Vielzahl an Modellen in nahezu allen Preissegmenten auf dem Markt. Zum anderen ist fast jedes 3. Fahrrad, das in Deutschland verkauft wird, ein E-Bike: Im 1. Halbjahr 2019 wurden 2,93 Millionen Fahrräder über den Handel abgesetzt, darunter rund 920.000 E-Bikes. Daher geben wir Ihnen in diesem Blogartikel einen Überblick zu den verschiedenen Arten, erklären kurz und knapp, wie ein E-Bike überhaupt funktioniert und stellen Ihnen ein Chemnitzer Startup vor, das sich mit der sicheren Unterbringung von E-Bikes beschäftigt.

Diese E-Bike-Arten gibt es

Bei Fahrrädern mit Elektroantrieb haben sich 3 Varianten entwickelt. Es gibt das Pedelec, das S-Pedelec (Schnelles Pedelec) und das E-Bike. Ein wenig verwirrend ist, dass umgangssprachlich mit E-Bike eigentlich immer das Pedelec gemeint ist. Denn richtige E-Bikes sind auf unseren Straßen kaum zu sehen. Dabei handelt es sich nämlich um Fahrräder mit Elektromotor, die bis zu 45 km/h fahren und ohne Treten funktionieren. Also eher eine Art E-Mofa. E-Bike ist im Regelfall also mehr ein Oberbegriff für Fahrräder mit Elektromotor, den wir in unserem Artikel auch so verwenden.

Die häufigste E-Bike-Variante ist das Pedelec. Der Motor unterstützt den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h mit einer Leistung von bis zu 250 Watt. Dabei muss zu jeder Zeit in die Pedale getreten werden. Wer schneller unterwegs sein will, muss dann wieder komplett ohne elektrische Hilfe fahren. Daher wird das Pedelec im Straßenverkehr auch wie ein normales Fahrrad behandelt.

Arten von E-Bikes - E-Bike Infos - so-geht-e.de

Ein Schnelles Pedelec wird hingegen als Kleinkraftrad eingestuft. Der Fahrer muss wie beim Pedelec auch in die Pedale treten, wird vom Motor allerdings bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h unterstützt. Außerdem werden kräftigere Motoren verbaut mit einer Leistung von bis zu 500 Watt.

Ob das E-Bike als Fahrrad oder als Kleinkraftrad eingestuft wird, ist entscheidend dafür, ob man damit auf dem Radweg fahren darf, einen Helm aufsetzen muss oder eine Kraftfahrzeugversicherung benötigt. E-Bikes, die ohne Treten funktionieren, und S-Pedelecs benötigen ein Versicherungskennzeichen. Außerdem muss der Fahrer mindestens einen Führerschein der Klasse AM besitzen. Damit dürfen Mopeds und Kleinkrafträder gefahren werden. In Sachsen beträgt das Mindestalter für den Erwerb des Führerscheins 15 Jahre. Nicht zuletzt besteht auch Helmpflicht. Fällt die Wahl auf ein Pedelec, benötigen Sie weder Führerschein noch Versicherungskennzeichen. Das Tragen eines Helmes ist zwar dann keine Pflicht, aber dennoch zu empfehlen.

Auf den richtigen Antrieb kommt es an

E-Bikes gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, so dass Sie jedes klassische Fahrrad auch in einer motorisierten Variante bekommen können. So gibt es eine große Auswahl an City- und Trekkingrädern aber auch Mountainbikes, Klapprädern, Lastenrädern und sogar Rennrädern.

Beim Antrieb können Sie zwischen 3 verschiedenen Arten wählen: Den Vorderradmotor, den Hinterradmotor und den Mittelmotor, der direkt im Tretlager bei den Pedalen sitzt. Vor allem bei günstigen Modellen kommt ein Nabenmotor im Vorderrad zum Einsatz. Von Nachteil ist das besonders auf weichen und glatten Untergründen. Die meisten Modelle sind daher mit einem Mittelmotor ausgestattet. Hier ist die Gewichtsverteilung am günstigsten und die Motoren haben sich außerdem als sehr zuverlässig erwiesen. Die Kraft wird dabei über die Kette aufs Hinterrad übertragen. Sportliche E-Bikes werden in einigen Fällen auch mit einem Hinterradmotor ausgestattet.

Grundsätzlich ist die Wahl der richtigen Variante eine Frage des Preises und des Einsatzzwecks. Bei einer Probefahrt finden Sie schnell heraus, ob Ihnen das Fahrverhalten zusagt oder nicht.

So funktioniert ein E-Bike

Im Prinzip unterstützt ein E-Bike den Fahrer beim Treten. Oder anders gesagt: Ohne Treten geht es nicht. Die Kraft kommt also zum Teil vom Fahrer und zum Teil vom Motor. Bei den meisten E-Bikes kann der Fahrer den Grad der Unterstützung in mehreren Stufen einstellen. Außerdem passt sich die Leistung des Motors danach an, wie stark der Fahrer in die Pedale tritt. Hierzu misst das E-Bike neben der Geschwindigkeit auch das Drehmoment und die Trittfrequenz. Daraus wird errechnet, wie viel Hilfe der Fahrer gerade benötigt. Geht es also bergauf, leistet der Elektromotor mehr als bei einer weniger anstrengenden Fahrt auf gerader Strecke.

Ein typischer Akku hat eine Kapazität zwischen 300 und 500 Wh und befindet sich im Gepäckträger, am Rahmen oder im Rahmen integriert. Die Größe des Akkus entscheidet auch maßgeblich über die Reichweite. Allerdings spielen noch viele weitere Faktoren wie das Gewicht des Fahrers, die gewählte Unterstützungsstufe oder das Streckenprofil eine Rolle. Reichweitenangaben sind daher immer nur Richtwerte, ähnlich wie beim Auto. Größere Akkus, mit denen Sie größere Reichweiten erzielen können, kosten dann allerdings auch mehr.

Für jeden das richtige E-Bike

Dadurch, dass es für jeden Einsatzzweck auch das passende E-Bike gibt, eignet sich ein E-Bike mittlerweile auch für ziemlich jeden. Ein E-Bike kann auch der Einstieg ins Fahrradfahren sein. Durch die Unterstützung des Motors wird es dem Fahrer leicht gemacht, Wege mit dem Rad zu erledigen.

Auch Pendler greifen immer häufiger zum E-Bike, denn die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen ist man täglich in Bewegung und zum anderen lassen sich auch Strecken zurücklegen, bei denen viele bereits aufs Auto zurückgreifen. Natürlich profitieren auch Menschen, die bisher auf Grund der zu hohen Belastung aufs Fahrradfahren verzichtet haben oder durch eine Verletzung darauf verzichten mussten. Durch die Unterstützung des Elektromotors werden Gelenke, Bänder und Sehnen geschont.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass E-Bike-Fahrer an vielen Stellen profitieren. Sie greifen häufiger zum Fahrrad, da auch längere Strecken relativ entspannt mit einem E-Bike zurückgelegt werden können. Verschwitzt am Arbeitsplatz ankommen gehört auch der Vergangenheit an. Nicht zuletzt können Sie mit einem E-Bike auch sparen, wenn Sie dadurch weniger mit dem Auto fahren.

Mit dem Velobrix das E-Bike sicher unterbringen 

Ein E-Bike sollte dann natürlich auch sicher abgestellt werden. Besonders wenn es länger stehen soll – zum Beispiel bei Pendlern. Sie fahren häufig am Morgen zum Bahnhof und von dort weiter mit Bus und Bahn zum Arbeitsplatz, um am Nachmittag wieder mit dem E-Bike zurück nach Hause zu fahren. Damit Sie Ihr Fahrrad beruhigt über den Tag hinweg stehen lassen können, hat ein Chemnitzer Startup eine innovative Lösung entwickelt: den Velobrix.

Die beiden Gründer Steve Winter und Patrick Rabe haben uns im Interview erzählt, wie sie auf die Idee gekommen sind und wie der Velobrix funktioniert.

Wie ist die Idee entstanden, Schiffscontainer in Fahrradstellplätze umzubauen?

Steve Winter: An der Uni wurden mir zunächst die Laufräder meines Fahrrads gestohlen. Nachdem ich einen neuen Satz für 300 Euro kaufen musste, wurde wenige Monate später das komplette Fahrrad geklaut. Vor zweieinhalb Jahren habe ich mir ein E-Bike gekauft und da war dann die Frage, wie ich mein Fahrrad sicher abstelle. Da ich keine Lust hatte, 3 Schlösser jeden Tag mitzunehmen, habe ich das Fahrrad mit in den Hörsaal geschleppt. Die Blicke können Sie sich vorstellen. Mit Patrick, den ich schon viele Jahre kenne, habe ich mich dann über eine Lösung unterhalten. Und da kam die Idee, Schiffscontainer für diese Zwecke zu nutzen. Ein Stipendium der SAB war dann eigentlich der Startschuss. Und seitdem ist viel passiert. Wir haben einen Prototyp gebaut und die 0-Serie steht seit Anfang Oktober in Dresden Coswig am Bahnhof. Außerdem sind wir in den letzten Zügen unsere Zertifizierung abzuschließen.

Die beiden Gründer Steve Winter und Patrick Rabe haben uns im Interview erzählt, wie sie auf die Idee gekommen sind und wie der Velobrix funktioniert.

Wie ist die Idee entstanden, Schiffscontainer in Fahrradstellplätze umzubauen?

Steve Winter: An der Uni wurden mir zunächst die Laufräder meines Fahrrads gestohlen. Nachdem ich einen neuen Satz für 300 Euro kaufen musste, wurde wenige Monate später das komplette Fahrrad geklaut. Vor zweieinhalb Jahren habe ich mir ein E-Bike gekauft und da war dann die Frage, wie ich mein Fahrrad sicher abstelle. Da ich keine Lust hatte, 3 Schlösser jeden Tag mitzunehmen, habe ich das Fahrrad mit in den Hörsaal geschleppt. Die Blicke können Sie sich vorstellen. Mit Patrick, den ich schon viele Jahre kenne, habe ich mich dann über eine Lösung unterhalten. Und da kam die Idee, Schiffscontainer für diese Zwecke zu nutzen. Ein Stipendium der SAB war dann eigentlich der Startschuss. Und seitdem ist viel passiert. Wir haben einen Prototyp gebaut und die 0-Serie steht seit Anfang Oktober in Dresden Coswig am Bahnhof. Außerdem sind wir in den letzten Zügen unsere Zertifizierung abzuschließen.

Wie sind denn die Erfahrungen des Tests in Coswig?

Steve Winter: Sehr gut. Das hätten wir im Vorfeld selbst nicht gedacht. Uns war wichtig, dass wir die Anlage wirklich auf Herz und Nieren testen können. Wir wollten sehen, wie sich das System bei Nässe und bei Kälte verhält. Und das System läuft, es funktioniert gut und trotz der kalten Jahreszeit wird es von den Fahrradfahrern angenommen.

 

Was braucht der Fahrradfahrer, wenn er sein E-Bike im Velobrix abstellen möchte?

Steve Winter: Das Besondere am Velobrix ist, dass man das Ganze bargeldlos nutzen kann – ohne Registrierung. Man kann wirklich hinfahren und sofort sein Fahrrad einstellen. Das war uns wichtig, dass man sich nicht über eine Internetseite oder über ein Portal registrieren muss. Wir haben einen Touchscreen und Karteneinzug bzw. einen kontaktlosen Kartenleser. Da wird die Karte einfach eingesteckt und dann wird dem Nutzer ein freier Stellplatz zugeordnet. Danach öffnet sich die Tür automatisch, das Fahrrad und zum Beispiel auch Equipment wie Rucksack, Fahrradtaschen oder eine Radjacke werden reingestellt, die Tür wieder geschlossen, fertig. Wenn man wiederkommt, braucht man nur die Geldkarte. Das System erkennt den zugehörigen Stellplatz. Und wenn der Nutzer bezahlt hat, geht die Tür wieder auf.

Kann man auch sein E-Bike aufladen?

Patrick Rabe: Ja, das geht. Wir haben normale Steckdosen verbaut. Da es noch keine einheitliche Lösung für E-Bike-Ladegeräte gibt, ist das im Moment die beste Lösung. Man bringt dann sein Ladegerät mit und lädt das Fahrrad tagsüber auf. Die Kosten der Ladung sind dabei im Preis bereits enthalten. In Zukunft wollen wir auch Langzeitstellplätze im Velobrix anbieten. Diese festen Plätze können dann wochenweise, monatsweise oder auch für ein ganzes Jahr angemietet werden. Dauerparker haben dann die Möglichkeit, ihr Ladegerät einfach liegen zu lassen.

Und wie geht es weiter? In diesem Jahr sind bereits 20 weitere Anlagen geplant. Das Start-up will außerdem eine eigene Montage aufbauen und das Produktportfolio durch Einzelboxen erweitern, die modular miteinander verbunden werden können. Dadurch wird das System auch für Unternehmen und Vermieter interessant, die Ihren Kunden, Mitarbeitern bzw. Mietern eine sichere und bequeme Abstellmöglichkeit anbieten wollen.

Tipps für mehr Reichweite und den richtigen Versicherungsschutz

Zum Abschluss wollen wir Ihnen noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, damit der ersten E-Bike-Ausfahrt nichts mehr im Wege steht.

Mehr Reichweite

Die Reichweite hängt von vielen Faktoren ab. An der Akkukapazität lässt sich nach dem Kauf zwar nichts mehr ändern. Um dennoch ein paar Kilometer weiter fahren zu können, sollten Sie den Reifendruck im Blick behalten. Gut aufgeblasene Reifen verringern den Rollwiderstand und sparen Energie. Auch das Gesamtgewicht spielt eine Rolle. Verzichten Sie also auf alle unnötigen Dinge in Rucksack und Fahrradtasche. Wenn die Reichweite wichtiger als die Stärke der Unterstützung ist, dann wählen Sie ein entsprechendes Programm. Dadurch greift der Motor weniger ein und die Reichweite steigt. Auch die Geschwindigkeit, mit der Sie unterwegs sind, beeinflusst den Stromverbrauch maßgeblich. Wenn Sie es also nicht ganz so eilig haben, werden Sie das an einem ausdauernden Akku spüren.

Versicherungen prüfen

Bei einem E-Bike kommen mehrere Versicherungen in Frage, die Sie im Blick haben sollten. Beim Versicherer Ihrer Privathaftplicht sollten Sie nachfragen, ob auch Schäden anderer bei einem Unfall abgesichert sind. Auch eine Unfallversicherung, die Ihre eigenen Behandlungskosten abgedeckt, kann sich lohnen. Im Falle eines Diebstahls sollte zudem die Hausratversicherung aufkommen. Tut sie dies nicht, lohnt sich der Abschluss einer speziellen Fahrradversicherung.

 

E-Bikes sind längst ein fester Bestandteil der Fahrradwelt geworden. Sie ermöglichen längere Strecken entspannter zu bewältigen und sorgen dafür, dass wir unsere Autos viel häufiger stehen lassen. Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz – und für unsere Gesundheit.

Energiewende und E-Auto-Boom

Energiewende und E-Auto-Boom

So gehen die Energiedienstleister mit den neuen Herausforderungen um

Mit der Energiewende kommen neue Herausforderungen auf die Stromanbieter zu. Auch die steigende Anzahl an E-Autos trägt ihren Teil dazu bei. Wir haben uns angesehen, was der verstärkte Einsatz von erneuerbaren Energien mit sich bringt und wie der Netzausbau in Sachsen voranschreitet.

  • Erneuerbare Energien und E-Autos stellen neue Ansprüche ans Stromnetz
  • Netzausbau und intelligente Netze sorgen für Versorgungssicherheit
  • Die sächsischen Energiedienstleister investieren bereits heute hohe Summen

Die Energiewende gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Denn zwei Drittel unseres Strombedarfs sollen innerhalb der nächsten 10 Jahre durch regenerative Energien erzeugt werden, vor allem um den CO2-Ausstoß massiv zu reduzieren.

Der Ausbau unserer Stromnetze ist bei der Energiewende von zentraler Bedeutung. Zum einen wird Strom durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien zunehmend dezentral erzeugt. Zum anderen ist die Menge des Stroms, die erzeugt wird, nicht derartig planbar, wie zum Beispiel mit Kohlekraftwerken. Nicht zuletzt wird der Strombedarf durch Elektrifizierung des Verkehrs- und teils auch Wärmesektors insgesamt deutlich steigen.

Außerdem spielen auch E-Autos eine wichtige Rolle. Unsere Stromnetze sind zwar nicht in Gefahr, wegen steigender Elektroautozahlen zusammenzubrechen. Dennoch müssen die Netze auch dieser zusätzlichen Belastung standhalten und dementsprechend mitwachsen.

Die Herausforderungen beim Netzausbau

Von großer Bedeutung ist dabei der „Aktionsplan Stromnetz“, der 2018 von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier vorgestellt wurde. Der Netzausbau und der Einsatz intelligenter Steuerung der Stromnetze stellen darin ein zentrales Anliegen der Bundesregierung dar. Außerdem wurden wirtschaftliche Anreize für den Netzausbau konkretisiert. Um dabei die Dauer der Genehmigungsverfahren zu reduzieren, wurde 2019 das Netzausbaubeschleunigungsgesetz 2.0 beschlossen. Planungsrechtliche Vereinfachungen und neue Instrumente zur Bewirtschaftung von Netzengpässen im Verteilnetz stellen den Kern des Gesetzes dar.

So gehen die Energiedienstleister damit um

Auch die sächsischen Energiedienstleister stehen vor großen Herausforderungen durch Energiewende und zunehmende Anzahl an Elektroautos. Jedoch wird kontinuierlich daran gearbeitet und die Weichen für die Zukunft gestellt. Wie diese aussehen kann, beschreibt Dr. Frank Brinkmann, Vorstandsvorsitzender von ENSO und Sprecher der DREWAG-Geschäftsführung:

Dr. Frank Brinkmann: „Ich bin fest davon überzeugt, dass Stadtwerke auch in Zukunft eine feste Größe in der Energiewirtschaft sein werden. Gerade auch deswegen, weil Stadtwerke sich zunehmend nicht mehr nur als Energieversorger oder Energiedienstleister, sondern auch als Infrastrukturbetreiber begreifen, etwa im Bereich Glasfaserkabel, Elektromobilität oder im Wohnungsbau.“

Konkrete Projekte bei Netzausbau und Ladeinfrastruktur

Der Netzausbau beschränkt sich dabei nicht nur auf Stromtrassen und Hochspannungsleitungen. Um die Versorgungssicherheit auch in Spitzenzeiten gewährleisten können, setzen zum Beispiel DREWAG und ENSO auf die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft. Dadurch sollen eigene Innovationen vorangetrieben werden. Eine Möglichkeit stellt der Neubau eines Kraftwerks dar, das Schwankungen im Tagesverlauf flexibel ausgleichen kann.

Elementarer Teil eines Stromnetzes sind auch Umspannwerke und Trafostationen. Parallel zum Ersatz von Freileitungen durch Erdkabel hat MITNETZ STROM – Tochtergesellschaft von enviaM – im vergangenen Jahr 258.000.000 Euro ausgegeben. Dazu zählte unter anderem die Erneuerung der Mittelspannungsanlage im Umspannwerk Taucha. Außerdem flossen 20.000.000 Euro in digitale Projekte, um in ein intelligentes, steuerbares und flexibles Stromnetz zu investieren.

Auf Seite der Ladeinfrastruktur setzen sich die sächsischen Energiedienstleister auch für die Errichtung öffentlicher Ladesäulen ein. So hat Eins in den vergangenen 2 Jahren 48 Ladepunkte in Chemnitz errichtet. Auch in diesem Jahr geht der Ausbau weiter. So werden weitere Ladepunkte und Schnellladesäulen in der drittgrößten Stadt Sachsens entstehen. Dabei sollen auch Wohngebiete in Zukunft flächendeckend über die nötige Ladeinfrastruktur verfügen. Mindestens eine Ladestation wird es in jedem Gebiet mit Mehrfamilienhäusern geben.

Auch in Leipzig wird in den Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur investiert. Derzeit stehen bereits 170 Ladepunkte zur Verfügung, die zum größten Teil von den Leipziger Stadtwerken betrieben und bewirtschaftet werden. Wichtig hierbei ist die flexible Nutzung mit einer Vielzahl an Bezahl- und Abrechnungssystemen.

Auch in Leipzig wird in den Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur investiert. Derzeit stehen bereits 170 Ladepunkte zur Verfügung, die zum größten Teil von den Leipziger Stadtwerken betrieben und bewirtschaftet werden. Wichtig hierbei ist die flexible Nutzung mit einer Vielzahl an Bezahl- und Abrechnungssystemen. 

Intelligente Netze für mehr Flexibilität

Neben dem Ausbau des Netzes leistet auch die Digitalisierung der Stromwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität. Intelligente Netze sollen auf der einen Seite Ressourcen bei Netzausbau schonen und auf der anderen Seite die bestehende Infrastruktur optimieren.

In Bezug auf E-Autos ist die Idee, dass die Fahrzeuge in den meisten Fällen nicht sofort geladen werden müssen. Ein Elektroauto, das in der Garage an der eigenen Wallbox die ganze Nacht angeschlossen ist, kann durch eine intelligente Steuerung dann geladen werden, wenn gerade wenig Last auf dem örtlichen Netz liegt.

Wie die Kunden ein derartiges System annehmen, hat enviaM-Tochter MITNETZ STROM in Thüringen ausprobiert. E-Auto-Fahrer hatten in diesem Versuch die Wahl zwischen einer sofortigen Ladung und einem günstigeren Flextarif, bei dem das Fahrzeug bis zu einer bestimmten Uhrzeit vollgeladen sein musste. Wann die Ladung stattgefunden hat, spielte dabei keine Rolle. Der Großteil hat sich für das flexible Laden entschieden, wodurch die Spitzenlast stark reduziert werden konnte. Zudem kann die Übertragungsfähigkeit des Stromnetzes durch technischen Entwicklungen wie den Phasenumschalter besser ausgenutzt werden. So können bis zu drei Mal mehr Elektrofahrzeuge parallel laden – ganz ohne Netzausbau!

Zukünftig ist es denkbar, dass nicht nur der Strom flexibel in die Akkus eines E-Autos fließt, sondern sogar Netze, Elektroautos und Ladepunkte miteinander kommunizieren. Die Kunden und Fahrer würden davon nichts mitbekommen und dennoch alle mit einem vollen Akku in den neuen Tag starten.

Die eigene Wallbox in der Garage

Damit E-Autos schnell und sicher auch zu Hause geladen werden können, empfiehlt sich die Installation einer Wallbox. Dabei bieten Ihnen alle sächsischen Energiedienstleister ihre Unterstützung an, wenn Sie sich für eine eigene Ladestation interessieren. Dies beginnt mit einer Beratung zu passenden Produkten und einer eventuell notwendigen Anpassung der Zuleitungen. Außerdem erhalten Sie die passende Wallbox und die Möglichkeit, in einem Komplettpaket die komplette Installation durch qualifiziertes Fachpersonal erledigen zu lassen.

Die Energiewende ist in vollem Gange und der Wechsel zu Elektromobilität spielt dabei eine große Rolle. Damit das Stromnetz so zuverlässig bleibt, wie wir es in Deutschland gewohnt sind, müssen große Investitionen getätigt werden. Das Stromnetz wird digitaler, moderner und größer. Auch die Ladeinfrastruktur wächst mit der steigenden Zahl an E-Autos mit. Eine große Herausforderung, die die sächsischen Energieversorger bereits heute in Angriff nehmen.

Mit dem E-Auto sparen

Mit dem E-Auto sparen

So entgeht Ihnen kein finanzieller Vorteil

Auch wenn die Anschaffungskosten eines E-Autos auf den ersten Blick hoch sind, genießen ihre Fahrer viele finanzielle Vorteile. Einige sind bekannt, so wie der Umweltbonus, andere nicht. Wussten Sie zum Beispiel, dass Sie mit einem E-Auto in vielen Städten kostenlos parken können? Diese und weitere Möglichkeiten um mit einem E-Auto sparen zu können haben wir für Sie zusammengefasst.

  • Sparen lässt sich bei der Anschaffung als auch bei den Betriebskosten
  • Auch die eigene Ladesäule kann gefördert werden
  • Vergleichen lohnt sich vor allem bei Versicherungen und Stromtarifen

Wer die Anschaffungskosten eines E-Autos mit denen eines Verbrenners vergleicht, dem fällt auf den ersten Blick der höhere Preis auf. Neben dem bekannten Umweltbonus, der vor kurzem sogar erhöht wurde, gibt es viele Förderprogramme und finanzielle Unterstützungen für Käufer und Fahrer von E-Autos, die mehr oder weniger bekannt sind. Damit Sie den Überblick nicht verlieren, haben wir genau nachgesehen, wo und wie Sie sparen können. Hier finden Sie alle Vergünstigungen – vom Kauf bis zur täglichen Fahrt.

Spartipp #1: Den Umweltbonus fürs E-Auto beantragen

Beim Umweltbonus handelt es sich wohl um die bekannteste finanzielle Sparmöglichkeit für E-Auto-Käufer. Damit will die Bundesregierung den Verkauf von E-Autos ankurbeln. Um den Absatz noch stärker zu unterstützen, wurden im Februar die Prämien nochmals erhöht. Bis 2025 erhalten Käufer eines rein elektrischen Fahrzeugs vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und vom Hersteller nun insgesamt eine Kaufprämie von bis zu 6.000 Euro. Für die Maximalförderung muss der Listenpreis unter 40.000 Euro liegen. Damit ist allerdings nicht der tatsächliche Kaufpreis Ihres jeweiligen Modells gemeint, sondern der BAFA-Listenpreis. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Netto-Listenpreis des Basismodells ohne Sonderausstattung. Sie müssen also nicht an Ausstattung sparen, um den vollen Umweltbonus zu erhalten. Denn ob ein Auto die Kriterien erfüllt oder nicht, steht unabhängig von Ihrer Konfiguration bereits fest.

Des Weiteren werden Plug-in-Hybride der gleichen Preisklasse mit 4.500 Euro bezuschusst. Für Elektrofahrzeuge, die bis zu 65.000 Euro kosten, erhalten Sie eine Prämie von 5.000 Euro bzw. 4.000 Euro, wenn es sich um einen Plug-in-Hybrid handelt. Eine Liste aller förderfähigen Elektrofahrzeuge gibt es auf der Website des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Übrigens: Der „neue“ Umweltbonus gilt sowohl rückwirkend für alle Fahrzeuge, die ab dem 5. November 2019 zugelassen wurden als auch für junge gebrauchte Elektro-Autos, die noch nicht gefördert worden sind.

Seit dem 1. Juli 2019 müssen neue E-Autos mit einem akustischen Warnsystem (AVAS) ausgestattet sein. Dadurch sollen Fußgänger, Fahrradfahrer und allen voran Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen sich nähernde E-Autos rechtzeitig wahrnehmen können. Auch dieses AVAS wird gefördert. Mit pauschal 100 Euro belohnt der Staat den Kauf dieses Warnsystems. Dazu zählen auch Nachrüstungen für ältere Fahrzeuge.

Beitragsgrafik_Arten_von_E-Autos_so-geht-e

Spartipp #2: Rabatt beim Händler aushandeln

Wer sich schon einmal ein Auto gekauft hat, weiß, dass der Preis nicht in Stein gemeißelt ist. Händler und Autohäuser verfügen über einen gewissen Spielraum bei der Preisgestaltung. Bei E-Autos ist das nicht anders. Auch wenn vermutet werden könnte, dass nicht mehr Rabatt als der Umweltbonus gewährt wird. Das Magazin auto motor und sport hat in einer Untersuchung herausgefunden, dass sich mögliche Preisvorteile mittlerweile im Bereich von Modellen mit Verbrennungsmotor befinden. Für ein Elektroauto lässt sich der Preis im Schnitt um 16% senken – sogar Nachlässe bis zu 25% sind auch für E-Autos drin. Möglich machen das u.a. Tageszulassungen oder auch Bonussysteme für einen Wechsel der Automarke oder dem Umstieg von einem alten Dieselmodell auf ein E-Auto.

Spartipp #3: E-Autos mit günstigen Konditionen finanzieren

Wer sein neues E-Auto über einen Kredit finanzieren möchte, kann unter Umständen auch bei den Konditionen sparen. Generell ist es ratsam, keinen Kredit zur freien Verwendung, sondern speziell zur Autofinanzierung zu wählen. Da das Fahrzeug der Bank als Sicherheit dient, sind die Zinsen in diesem Fall bereits günstiger. Außerdem vergeben immer mehr Banken für die Finanzierung eines E-Autos einen im Vergleich zum klassischen Autokredit reduzierten Zinssatz. Hierzu fragen Sie am besten bei Ihrer Bank nach oder nutzen ein Vergleichsportal im Internet.

Spartipp #4: Elektroautos dienstlich fahren

Elektroautos als Firmenfahrzeuge werden vom Gesetzgeber steuerlich besonders begünstigt. Seit diesem Jahr wird für rein elektrisch fahrende Liefer- und Nutzfahrzeuge eine Sonderabschreibung über 50 Prozent gewährt – zusätzlich zur regulären Abschreibung. Auch die Bemessungsgrundlage für die private Nutzung eines betrieblichen Elektro- oder extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugs wurde auf 0,5% gesenkt und gilt nun bis 2030. Für günstige Elektrofahrzeuge unter 40.000 Euro Bruttolistenpreis inkl. Sonderausstattung gelten sogar lediglich 0,25%.

 

Spartipp #5: Förderprogramme für Ladeinfrastruktur nutzen

Im Gegensatz zum Kauf von Elektroautos wird die eigene Ladeinfrastruktur nicht vom Bund sondern von den Ländern gefördert. Daher unterscheiden sich die Programme deutlich zwischen den einzelnen Bundesländern. Sachsen bietet zum Beispiel ein Förderprogramm, das an die gleichzeitige Installation eines Stromspeichers gekoppelt ist. Gezahlt werden 400 Euro pro Wechselstrom-Ladepunkt und 1.500 Euro pro Gleichstrom-Ladepunkt. Der Stromspeicher wird mit einem Sockelbetrag von 1.000 Euro gefördert. Hinzu kommen 200 Euro für jede Kilowattstunde Speicherkapazität.

Die KfW-Bank fördert mit seinem Programm KfW 430 ebenfalls Ladestationen. Voraussetzung ist zum Beispiel die gleichzeitig geplante Sanierung des Daches oder der Heizungsanlage. 10% bis 30% der Baukosten – dazu zählt auch die Wallbox – werden erstattet, wenn die Förderfähigkeit durch die KfW von einem Energieberater im Vorfeld bestätigt wurde. Kredite mit günstigen Konditionen sind ebenfalls möglich.

Eine bundesweite Erleichterung soll mit der Reform des Wohnungseigentumsrechts folgen. Eigentümer und Mieter haben dann einen Anspruch darauf, dass der Einbau einer Lademöglichkeit für E-Autos gestattet wird. Solche Maßnahmen sollen mit der Novellierung künftig nicht mehr der Zustimmung aller Wohnungseigentümer bedürfen. Die Kosten trägt der begünstigte Eigentümer. Das Gesetz soll bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2021 in Kraft treten.

Spartipp #6: Fürs E-Auto den passenden Stromtarif finden

Neben Sparmöglichkeiten bei der Anschaffung von E-Auto und Ladestation gibt es auch einige Tipps für die Folgekosten. Einen großen Teil nimmt dabei natürlich der Strom zum Laden ein. Da die meisten Ladevorgänge zu Hause stattfinden, lohnt sich ein Blick auf das Angebot der Energiedienstleister. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Autostrom deutlich günstiger ist als der Haushaltsstrom. Eine Analyse des Vergleichsportals Verivox hat mögliche Einsparungen von bis zu 200 Euro pro Jahr ergeben. Denn spezielle Tarife für Elektroautos sind keine Seltenheit. Häufig verbinden regionale Stromanbieter dies mit einem günstigen Angebot für eine Lademöglichkeit zu Hause und mit einer Karte fürs Aufladen an öffentlichen Ladesäulen unterwegs.

Spartipp #7: Spezielle E-Auto-Versicherung abschließen

Die Versicherung ist ein unumgängliches Thema für alle Fahrzeughalter. Wie Verbrenner unterliegen auch E-Autos der gesetzlichen Versicherungspflicht. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist dabei das Mindeste.

Teil- oder Vollkaskoversicherung sind hingegen optional und können entsprechend des Restwertes gewählt werden. Der größte Unterschied zu einer Kfz-Versicherung für einen Diesel oder Benziner liegt im Versicherungsschutz des Akkus. Diese deckt Schäden durch und am Akku ab. Je nach Anbieter sind auch Schäden an der Ladestation und am Ladekabel im Tarif integriert. Wenn Sie Ihr E-Auto leasen, können Sie auf diesen Teil der Versicherung allerdings meist verzichten und dadurch sparen. Der Akku und entsprechende Schäden sind dann bereits über den Leasingvertrag abgedeckt.

Wie viel mit einem speziellen Tarif für E-Autos gespart werden kann, lässt sich nicht pauschal sagen. Durch unterschiedliche Regional- und Typklassen sowie unterschiedlicher Leistungen innerhalb der Tarife lassen sich die Preise nicht direkt miteinander vergleichen. Lassen Sie sich von verschiedenen Versicherungen am besten ein Angebot am konkreten Beispiel Ihres Fahrzeuges unterbreiten.

Spartipp #8: Steuervorteile in Anspruch nehmen

E-Auto-Fahrer können auch steuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Wer sich bis zum Ende des Jahres 2020 für den Kauf eines Elektroautos entscheidet, muss die nächsten 10 Jahre keine Kfz-Steuer bezahlen. Danach wird die Kfz-Steuer für E-Autos halbiert.

Außerdem können Handwerkerkosten für die Installation einer Wallbox in der Steuererklärung angegeben werden. 20% des Arbeitslohns, der bis zu 6.000 Euro hoch sein darf, können geltend gemacht werden. Nicht zuletzt ist auch das Laden am Arbeitsplatz steuerfrei. Denn wenn ein Unternehmen seinen Angestellten den Strom kostenfrei zur Verfügung stellt, gilt dies nicht als geldwerter Vorteil.

Spartipp #9: Mit dem E-Kennzeichen in der Stadt sparen

Das E-Kennzeichen macht nicht nur Elektroautos leicht erkennbar, sondern bietet auch einige finanzielle Vorteile. Städte und Gemeinden können solchen Fahrzeugen zum Beispiel das Befahren der Busspur erlauben. Außerdem gelten keine Fahrverbote für E-Autos und häufig können Parkplätze kostenlos oder zumindest vergünstigt genutzt werden. Leider gibt es hier keine einheitlichen Regelungen, so dass Sie am besten direkt bei Ihrer Kommune nachfragen.

E-Auto-Fahrer genießen viele finanzielle Vorteile. Das beginnt beim Umweltbonus, geht weiter über die Förderung der Ladesäule bis hin zum kostenlosen Parken in der Stadt. Und natürlich sparen E-Auto-Fahrer auch im Alltag bei den laufenden Kosten, unter anderem bei der Wartung des Fahrzeugs, da zum Beispiel der Ölwechsel entfällt, die Bremsen durch die Rekuperation geschont werden und Elektrofahrzeuge weniger Verschleißteile (Kupplung, Getriebe, etc.) haben.
Haben wir etwas übersehen? Dann schreiben Sie uns und wir nehmen Ihren Spartipp mit auf.

So gelingt der Umstieg aufs E-Auto

So gelingt der Umstieg aufs E-Auto

die eCheckliste von so-geht-e.de

Welche Förderungen gibt es beim Umstieg aufs E-Auto und was gilt es danach zu beachten? Wir zeigen Ihnen mit unserer eCheckliste, worauf es wirklich ankommt, wenn Sie ab jetzt elektrisch fahren wollen.

  • E-Autos sind in der Anschaffung teurer, aber günstiger im Betrieb
  • Eine Lademöglichkeit im Umfeld ist wichtig
  • Fahrer von E-Autos genießen viele praktische und finanzielle Vorteile

 

Das sind die Vorteile eines E-Autos

Mit einem Elektroauto ist man lokal emissionsfrei unterwegs. Liefern regenerative Energiequellen den Strom zum Laden, dann ist ein Elektroauto während der ganzen Fahrt CO2-neutral unterwegs.

Außerdem geht ein E-Auto richtig sparsam mit der eingesetzten Energie um. Denn 90-95% des Stroms setzt der Motor direkt in Antriebskraft um. Mehr dazu im Abschnitt zum Elektromotor. Das schafft kein Verbrenner. Denn Benziner und Diesel kommen lediglich auf 35-45%. Der Rest geht als Wärme oder Reibungsverlust verloren.
Elektroautos sind auch im Betrieb sparsamer. Die Kilometerkosten sind deutlich geringer, die Wartungskosten fallen kleiner aus und die Kfz-Steuer entfällt zurzeit noch komplett. Was ein Elektroauto kostet, lesen Sie im Abschnitt zu den laufenden Kosten.
Freude kommt auch beim Fahren auf: Durch das hohe Drehmoment, das in allen Drehzahlbereichen zur Verfügung steht, beschleunigt ein E-Auto ziemlich sportlich. Das überrascht die meisten am Anfang und macht richtig Spaß. Welche Formen von Elektroautos es gibt, haben wir bereits hier für Sie übersichtlich erklärt.

 

Wie lang halten die Akkus?

Die Lebensdauer eine Elektroautobatterie ist begrenzt. Ein Alterungseffekt tritt ähnlich wie bei Smartphones auf. Im Gegensatz zu diesen Akkus geht man davon aus, dass eine Lithium-Ionen-Batterie für ein E-Auto für 1000 und 3000 Ladevorgänge ausgelegt ist. Lädt man also die Batterie immer für eine Reichweite von 350km auf und das 1000 Mal hintereinander, muss der Akku wahrscheinlich nach 350.000km ausgetauscht werden.

Die Autohersteller geben für ihre verbauten Akkus verschiedene Garantiezeiträume an. Üblich sind heute Laufzeiten zwischen 5 und 8 Jahren bzw. 100.000 bis 180.000 km. Wichtig: Mit Ablauf dieser Zeit bzw. der gefahrenen Strecke ist die Lebenszeit des Akkus noch nicht vorbei. Es wird garantiert, dass der Akku eine Restkapazität zwischen 70% und 80% hat! Sollte er dann für ein Fahrzeug ungeeignet sein, kann er immer noch im „Second-Live“ als Pufferspeicher genutzt werden oder im „Third-Live“ recycelt und für die Produktion von neuen Akkus genutzt werden.

Zusammenfassung:
mögliche Ladevorgänge: 1000-3000
Garantiezeiträume Hersteller: 5-8 Jahre oder 100.000 – 180.000km
Restkapazität nach Ablauf der Garantie: 70-80%
Mögliche Nutzung “alter” Akkus: Pufferspeicher, Recycling für neue Akkus

So funktioniert ein Elektromotor

Große und kleine Elektromotoren werden überall auf der Welt eingesetzt – vom Spielzeug bis hin zum E-Auto. Das Prinzip ist ganz einfach: Die elektrische Energie erzeugt ein Magnetfeld, dessen Energie wiederrum in eine Drehbewegung umgesetzt wird.

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Die beiden wichtigsten Teile sind dabei der Stator und der Rotor. Im Stator wird mit Gleichstrom ein konstantes Magnetfeld erzeugt. Darin liegt der Rotor, durch den Wechselstrom fließt. Dieser wechselt 50 Mal pro Sekunde die Richtung. Dadurch wirken im Wechsel abstoßende und anziehende Kräfte auf den Rotor. Kurz: Er dreht sich. Und mit dieser mechanischen Energie fährt das E-Auto.
Ein Elektromotor kommt zudem ohne Kupplung und Getriebe aus. Das Drehmoment – also die Kraft des Motors – steht nahezu vollständig ab der ersten Umdrehung zur Verfügung. Und Elektromotoren sind kleiner, bestehen aus weniger Bauteilen und lassen sich als Generator nutzen. Der Motor bremst das Fahrzeug nicht nur ab, sondern erzeugt damit elektrische Energie und lädt die Batterie wieder auf. Das Prinzip nennt sich Rekuperation. Durch eine vorausschauende Fahrweise wird die Bremsenergie wieder zurückgespeist und kann so die maximale Reichweite um bis zu 30% erhöhen.

Sparen mit dem E-Kennzeichen

Elektroautos erkennt man am schnellsten am Kennzeichen. Ganz am Ende weist das E auf ein Elektroauto hin. Dies bekommen batteriebetriebene Fahrzeuge, Brennstoffzellenautos und Plug-in-Hybride. Diese müssen allerdings mindestens 40 km rein elektrisch fahren können und dürfen insgesamt höchstens 50 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro gefahrenem Kilometer ausstoßen.

Mit dem E am Kennzeichnen wird man nicht nur schnell erkannt, sondern genießt auch einige Vorteile. Leider gibt es bisher noch keine einheitlichen Regelungen, aber die folgenden Punkte treffen auf viele Städte und Gemeinden zu: So kann man in vielen Kommunen mit einem Elektroauto kostenlos oder zumindest günstiger parken. Auch Busspuren dürfen häufig benutzt werden. Nicht zuletzt dürfen E-Autos auch dort fahren, wo normalerweise Fahrverbote existieren.
Beantragt wird das E-Kennzeichen wie gewohnt bei der entsprechenden Zulassungsstelle. Saison- und Wechselkennzeichen sind auch bei einem Elektroauto kein Problem.

Spezielle Reifen für hohe Reichweite

Für E-Autos haben viele Hersteller bereits spezielle Reifen im Programm. Sie sind keine Pflicht, sind jedoch optimiert für den Einsatz an Elektroautos. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie hoch und schmal konstruiert sind. Das Resultat ist ein reduzierter Rollwiderstand und damit eine höhere Reichweite. Bis zu 15% mehr sind laut TÜV Süd möglich. Sie sind zwar etwas teuer, „Beim Reifenkauf für den Stromer sollten keine Kompromisse gemacht werden“, erklärt TÜV-Süd-Experte Thomas Salzinger. Die Mehrkosten amortisieren sich dank höherer Reichweite im Laufe der Nutzung.

Das gilt es beim Kauf zu beachten

Einen großen Anteil am zurzeit noch höheren Preis von E-Autos hat die Batterie. Der 35,8-kWh-Akku eines e-Golfs kostet beispielsweise rund 6.000€. Allerdings fallen die Preise kontinuierlich und so sind Batterien für Elektroautos im Vergleich zu 2010 bereits um 80% billiger geworden.
Viele Hersteller bieten die Möglichkeit, die Batterie des Autos zu leasen bzw. zu mieten. Für Elektroautofahrer hat das den Vorteil, dass sich der Kaufpreis des Fahrzeugs reduziert und defekte Batterien vom Hersteller ausgetauscht werden. Lohnenswert ist das für alle, die ihr E-Auto nur wenige Jahre fahren wollen, bevor sie wieder auf ein neueres Modell umsteigen. Wer hingegen plant, das Auto so lang wie möglich zu fahren, ist mit dem Kauf der Batterie auf der günstigeren Seite. Die Höhe der Leasingrate ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Beim Renault Zoe kostet die 52kWh-Batterie monatlich 74€, wenn nicht mehr als 7.500km im Jahr gefahren werden. Ohne Begrenzung der Kilometerleistung werden 124€ fällig.

Gerade hat die Bundesregierung die Ausweitung des Umweltbonus beschlossen. Zum einen werden die Kaufprämien für Elektrofahrzeuge erhöht. Zum anderen werden einige Abstufungen eingeführt. So erhält man zukünftig für ein rein elektrisches Fahrzeug mit einem Listenpreis unter 40.000€ eine Kaufprämie von 6.000€. Plug-in-Hybride der gleichen Preisklasse werden nun mit 4.500€ bezuschusst. Elektrofahrzeuge, die über 40.000€ und maximal 65.000€ kosten, erhalten eine Prämie von 5.000€. Plug-in-Hybride werden mit 4.000€ gefördert. Die Förderung wird zudem bis Ende 2025 verlängert. Die Kosten teilen Staat und Hersteller weiterhin unter einander auf. Die Erhöhung der Kaufprämien für Elektrofahrzeug soll laut Bundesregierung bereits im November in Kraft treten.
Immer wichtiger und vor allem größer wird auch der Markt für gebrauchte E-Autos. Wenn es kein Neuer sein muss, lohnt sich ein Blick auf Gebrauchtwagenportale. Auf mobile.de sind bereits heute knapp 9.000 E-Autos verfügbar. Tendenz steigend.

Das gilt es beim Kauf zu beachten

Einen großen Anteil am zurzeit noch höheren Preis von E-Autos hat die Batterie. Der 35,8-kWh-Akku eines e-Golfs kostet beispielsweise rund 6.000€. Allerdings fallen die Preise kontinuierlich und so sind Batterien für Elektroautos im Vergleich zu 2010 bereits um 80% billiger geworden.
Viele Hersteller bieten die Möglichkeit, die Batterie des Autos zu leasen bzw. zu mieten. Für Elektroautofahrer hat das den Vorteil, dass sich der Kaufpreis des Fahrzeugs reduziert und defekte Batterien vom Hersteller ausgetauscht werden. Lohnenswert ist das für alle, die ihr E-Auto nur wenige Jahre fahren wollen, bevor sie wieder auf ein neueres Modell umsteigen. Wer hingegen plant, das Auto so lang wie möglich zu fahren, ist mit dem Kauf der Batterie auf der günstigeren Seite. Die Höhe der Leasingrate ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Beim Renault Zoe kostet die 52kWh-Batterie monatlich 74€, wenn nicht mehr als 7.500km im Jahr gefahren werden. Ohne Begrenzung der Kilometerleistung werden 124€ fällig.

Gerade hat die Bundesregierung die Ausweitung des Umweltbonus beschlossen. Zum einen werden die Kaufprämien für Elektrofahrzeuge erhöht. Zum anderen werden einige Abstufungen eingeführt. So erhält man zukünftig für ein rein elektrisches Fahrzeug mit einem Listenpreis unter 40.000€ eine Kaufprämie von 6.000€. Plug-in-Hybride der gleichen Preisklasse werden nun mit 4.500€ bezuschusst. Elektrofahrzeuge, die über 40.000€ und maximal 65.000€ kosten, erhalten eine Prämie von 5.000€. Plug-in-Hybride werden mit 4.000€ gefördert. Die Förderung wird zudem bis Ende 2025 verlängert. Die Kosten teilen Staat und Hersteller weiterhin unter einander auf. Die Erhöhung der Kaufprämien für Elektrofahrzeug soll laut Bundesregierung bereits im November in Kraft treten.
Immer wichtiger und vor allem größer wird auch der Markt für gebrauchte E-Autos. Wenn es kein Neuer sein muss, lohnt sich ein Blick auf Gebrauchtwagenportale. Auf mobile.de sind bereits heute knapp 9.000 E-Autos verfügbar. Tendenz steigend.

Laufende Kosten eines E-Autos

Bereits bei den Betriebskosten spart man gegenüber einem Verbrenner. Diese sind deutlich geringer: Auf 100 Kilometer gerechnet kostet der Strom für ein E-Auto nur knapp die Hälfte wie der Treibstoff eines Verbrenners. 


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Noch günstiger wird es, wenn man zu Hause mit einem vergünstigten Stromtarif speziell für Elektrofahrzeuge lädt. Komplett kostenfrei kann am Arbeitsplatz – geladen werden. Eigentümer einer Photovoltaikanlage sparen ebenfalls.
Dazu kommen noch die niedrigeren Wartungskosten, da Dinge wie Ölwechsel komplett wegfallen und auch Verschleißteile wie Bremsen weniger häufig erneuert werden müssen. Teure Reparaturen von Keil- oder Zahnriemen und der Abgasanlage entfallen auch. Die Inspektion eines Nissan Leaf kostet zum Beispiel 80€ (kleine Inspektion) bzw. 150€ (große Inspektion).
Für alle, die sich bis zum Ende des Jahres 2020 für ein E-Auto entscheiden entfällt die Kfz-Steuer für 10 Jahre. Auch im Anschluss daran fallen geringere Steuern gegenüber vergleichbaren Verbrennern an. Anders als bei der Umweltprämie gilt die Steuerbefreiung ausschließlich für reine E-Autos. Hybrid-Fahrzeuge zählen somit nicht dazu.
Bezüglich der Kfz-Versicherung gibt es vor allem eins zu beachten: Die Versicherung sollte auch den Akku mit einbeziehen. Diese deckt dann nämlich nicht nur Schäden durch Fremdeinwirkung ab, sondern auch Bedienfehler durch den Fahrer. Wer den Akku hingegen gemietet hat, kann auch auf diese Zusatzversicherung verzichten. Die Gesamtkosten für eine Versicherung lassen sich auf Grund von Regionalklassen und unterschiedlichen Tarifen kaum vergleichen. Einige Anbieter bieten jedoch Elektroautotarife oder Rabatte für E-Autos an.

So finden Sie die nächste Ladestation finden

Um Ladestationen auf der Route oder in der Nachbarschaft zu finden, eignen sich Onlineportale hervorragend. Dazu zählt zum Beispiel GoingElectric. Hier kann sogar das konkrete Fahrzeugmodell und der Steckertyp angegeben werden. Wie an der Ladesäule die Anmeldung und Abrechnung funktioniert, ist ebenfalls ersichtlich. Einige Hersteller integrieren die Standorte von Ladesäulen auch gleich ins Navi des Fahrzeugs.
Tesla-Fahrern steht ein eigenes Netz an Schnellladestationen zur Verfügung. Die sogenannten Supercharger können das Fahrzeug in kurzer Zeit mit großen Strommengen versorgen. Zudem kommuniziert das Fahrzeug von selbst mit der Ladesäule und die Abrechnung erfolgt über die hinterlegte Kreditkarte.

Zu Hause laden

Ein Elektroauto kann man im absoluten Notfall auch an einer normalen Haushaltssteckdose laden. Die Leitungen sind für eine derartige Dauerbelastung allerdings gar nicht ausgelegt. Die eigene Ladestation zu Hause ist hierbei die Lösung. Diese nennen sich Wallboxen und laden E-Autos mit einer deutlich höheren Leistung auf. 

Mittlerweile sind viele Modelle von Wallboxen auf dem Markt verfügbar. Die meisten laden mit einer Leistung von 11kW. Entscheidend ist hier auch die Ladeleistung des jeweiligen Fahrzeugs. Sie reicht in den meisten Fällen von 3,7kW bis 22kW. Bei der Wahl der passenden Wallbox unterstützen wir Sie gern.

Daneben gibt es auch Modelle, die, wie eine öffentliche Ladestation auch, mit einem Zugangsschutz per RFID arbeiten. Dies empfiehlt sich, wenn die Wallbox nicht in einer abschließbaren Garage installiert wird. Nur wer eine Karte hat, kann auch Strom tanken.
Preislich sollte man mindestens 800€ einkalkulieren. Features wie eine RFID-Zugangskontrolle oder 2 Steckplätze kosten extra. Hinzu kommen noch die Kosten für die Installation, die eine Elektriker oder entsprechender Techniker durchführen sollte. Der prüft auch gleich die zuführenden Leitungen, ob sie den Strommengen und der Dauerbelastung standhalten. In einigen Bundesländern existieren sogar Förderprogramme, die eine Wallbox zu Hause mit bis zu 50% unterstützen.

Checkliste E-Auto

Diese Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Welche Strecke muss täglich/regelmäßig gefahren werden?
  • Welche Möglichkeiten zum Laden gibt es in unmittelbarer Umgebung?
  • Welche Bedürfnisse muss das Auto erfüllen?
  • Erhoffe ich mir einen Kostenvorteil?
  • Lohnt es sich, den Akku mitzukaufen? Möglicherweise könnte Akku-Miete eine günstigere Alternative sein.
  • Kann ich von Zuschüssen profitieren?
  • Ist es mir wichtig emissionsfrei zu fahren?
  • Können Sie bei Ihrem Arbeitgeber ein E-Auto laden?

So werden Sie elektromobil

Wenn Sie in naher Zukunft auf ein E-Auto umstiegen, kommen Sie in den Genuss von vielen Vorteilen. Daher lohnt sich ein Blick auf die aktuellen und im kommenden Jahr erscheinenden Modelle. Zwar gibt es ein paar Dinge zu beachten, aber der Wechsel lohnt sich. Wenn Sie Fragen zum Umweltbonus, einer eigenen Wallbox oder passenden Tarifen für den Ladestrom haben, dann schreiben Sie uns. Wir unterstützen Sie!

Lange Ladezeiten und kaum Reichweite

Lange Ladezeiten und kaum Reichweite

Mythen rund ums E-Auto im Faktencheck

Zum E-Auto haben vermutlich viele eine Meinung. Daher haben wir uns aufgemacht, die größten Mythen der Elektromobilität genauer zu betrachten. Unser Ziel: Wir wollen nachsehen, was wirklich dran ist.

Heute gehen wir der Frage nach, wie lange der Ladevorgang tatsächlich dauert und ob die Reichweite von E-Autos im Alltag wirklich viel zu gering ist

 

  • Schnellladesäulen brauchen nicht viel länger als eine Kaffeepause dauert
  • Elektroautos lassen sich fast überall nebenbei laden
  • Im Schnitt fahren wir bloß 39 Kilometer pro Tag

Mythos 3: Ein E-Auto laden dauert ewig!

Ja, so schnell wie an der Tankstelle geht das Aufladen eines E-Autos nicht. Noch nicht. Denn auch hier geht die Entwicklung weiter und einige Fahrzeuge sind an der entsprechenden Ladesäule bereits nach 20 Minuten wieder voll aufgeladen.

Außerdem verändert sich mit einem Elektroauto auch das „Tankverhalten“. Studien gehen davon aus, dass bis zu 85% der Ladevorgänge zuhause oder am Arbeitsplatz stattfinden. E-Autos werden somit häufiger und eher nebenbei geladen. Auch beim Einkauf im Supermarkt oder im Parkhaus lässt sich der Akku zunehmend mit ausreichend Energie versorgen, um entspannt über den Tag zu kommen.

Komplett und am Stück muss ein E-Auto in den meisten Fällen nur auf langen Reisen aufgeladen werden. Die Infrastruktur hierfür wird immer besser. Neue Schnellladesäulen an Autobahnen entstehen Tag für Tag und auch die neuen Fahrzeuge lassen hohe Ladeströme zu. Der Ladestopp an einer Raststätte dauert in naher Zukunft nicht länger als ein gewöhnlicher Aufenthalt.. Nächster Stopp in 500 Kilometern!

Ewig muss also niemand warten, bis die Fahrt weitergehen kann.

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Mythos 4: Die Reichweite eines E-Autos ist viel zu gering!

Die Reichweite wird immer wieder als Argument gegen das E-Auto ins Feld geführt. Dabei schaffen einige aktuelle Modelle über 500 Kilometer und die meisten mindestens 350 Kilometer. Damit sind sie mehr als langstreckentauglich. Im Zusammenspiel mit dem immer dichter werdenden Netz an Ladesäulen spielt die Reichweite im Alltag kaum noch eine Rolle.

Erst bei längeren Reisen kommt das Thema Reichweite wirklich zum Tragen. Mit ein bisschen Planung lassen sich aber auch weite Strecken problemlos meistern. Denn auch im europäischen Ausland ist Elektromobilität kein Neuland mehr. Wenn Sie Ihre Route mit Portalen GoingElectric wie planen, finden Sie auch gleich Ladestationen auf der Strecke und im Urlaubsort.

Noch ein kurzer Blick in die Statistik: Die Deutschen legen im Schnitt 39 Kilometer pro Tag zurück. Das schafft jedes E-Auto problemlos. Vor allem, weil die meisten Ladevorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz stattfinden. Die Frage nach der Reichweite stellt sich somit im Alltag selten – egal ob Elektroauto oder Verbrenner.

Die Ladedauer verkürzt sich immer weiter und eine zu geringe Reichweite ist im Alltag kein Problem. In unserem nächsten Beitrag sehen wir uns an, ob E-Autos gefährlicher als Verbrenner sind und was sie wirklich zum Klimaschutz beitragen können.

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