Laden leicht gemacht.

Ladestation, Kabel, Haushaltssteckdose & Co. – sicher muss man kein Fachmann sein, um ein Elektroauto zu laden. Doch für das Laden in der heimischen Garage und an der Ladesäule gibt es unterschiedliche Kabel und Steckertypen. Und auch die Zahlungsmöglichkeiten sind inzwischen vielfältig. Deshalb ist es gut zu wissen, wie ich mein Elektroauto laden kann und welche Alternativen es zum Bezahlen gibt.

 

Laden von E-Autos in der Werkstatt oder Garage

 

In der Werkstatt, Garage oder unter dem Carport kann das Laden jedes Elektroautos über eine Wallbox erfolgen. Aufgrund der Sicherheitsaspekte wird dringend das Laden per Wallbox empfohlen. Am Beispiel eines E-Autos mit einer Akkukapazität von 30 kWh werden die Ladezeiten der verschiedenen Wallboxen verdeutlicht:

3,7-kW-Wallbox (230 V, einphasig, 16 A) – 10 Stunden Ladedauer

11-kW-Wallbox (400 V, dreiphasig, 16 A) – 3 Stunden Ladedauer

22-kW-Wallbox (400 V, dreiphasig, 32 A) – 90 Minuten Ladedauer

Die Dauer hängt von der verfügbaren Ladeleistung der Wallbox und des Fahrzeuges sowie der Größe des Akkus ab. Die Wallbox sollte mit einem Typ-2-Stecker kompatibel sein, welcher standardmäßig installiert ist. Die korrekte Verkabelung und die Kabelführung sollten immer vom fachmännischen Elektroinstallateur ausgeführt werden. Es fließen große Strommengen durch die Leitung und es werden Installationsmaßnahmen an einem Starkstromanschluss ausgeführt. Demnach besteht nicht nur Lebensgefahr, auch kommen Versicherungen nicht für Schäden (z. B. bei Brand) auf, wenn die Installation nicht von einem Fachbetrieb durchgeführt wurde.

 

Vorsicht beim Laden von E-Autos über die Haushaltssteckdose

 

Vom Laden über die Haushaltssteckdose wird dringend abgeraten. Die Ladedauer liegt meist über acht Stunden. Zudem besteht die Gefahr der Überhitzung, da die Leitungen dafür nicht ausgelegt sind.

 

Laden von E-Autos an öffentlichen Ladestationen

 

An den meisten öffentlichen Ladestationen benötigt man ebenfalls einen Typ-2-Stecker, um Laden zu können – je nachdem, ob es sich um eine normale oder eine Schnellladesäule handelt. Öffentliche Ladestationen stellen meistens 11 oder 22 kW Ladeleistung zur Verfügung. An Schnellladestationen kann sogar mit mindestens 50 kW bzw. bis zu 150 kW geladen werden (wichtig: die maximale Ladeleistung hängt immer davon ab, was die Ladesäule leisten und was Ihr Elektroauto empfangen kann. Viele Elektroautos können heute mit 50 kW laden. Das volle Potential von 150 kW wird in der Regel noch nicht ausgeschöpft. Achten Sie darauf, welche Ladeleistung in Ihrem Fahrzeug zur Verfügung steht). An den Schnellladepunkten kommen in der Regel CCS-Stecker zum Einsatz. Allerdings muss die Ladestation erst noch durch ein Zugangsmedium (z. B. Smartphone-App, Ladekarte) freigeschaltet werden, bevor man sie nutzen kann.

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Bezahlen mit Ladekarte und Smartphone

 

Für das Freischalten und Bezahlen an öffentlichen Ladestationen gibt es meist drei Möglichkeiten (oftmals auch alle drei):

  • eine RFID-Ladekarte des Stationsbetreibers (vorherige Registrierung notwendig) oder eines sogenannten Elektromobilitätsproviders, mit der man vor Ort den Ladevorgang freischalten kann. Die Abrechnung erfolgt über ein hinterlegtes Konto meist monatlich, diese Bezahlart ist in der Regel vertragsgebunden
  • einen Ad-hoc-Zugang, der mittels eines QR-Codes oder einer Ladepunktnummer mit dem Smartphone freigeschaltet werden kann. Der Ladevorgang wird dann zum Beispiel per Kreditkarte oder PayPal bezahlt und man benötigt keinen Vertrag oder Registrierung
  • Laden über eine Roaming-Plattform, wenn die Ladestation darin integriert ist (hängt vom Ladestationsbetreiber ab). Über eine Registrierung auf der Plattform und die Hinterlegung von Kontodaten kann dann schnell und unkompliziert über eine App bezahlt werden.

Die Kosten für einen Ladevorgang müssen vorab transparent dargelegt werden. Die Preise werden entweder auf dem Smartphone oder auf dem Display der Ladestation angezeigt (oder Preisliste an der Station). Je nach Ladestationsbetreiber können die Kosten für einen Vorgang unterschiedlich sein (wie an normalen Tankstellen). Die Abrechnung erfolgt meistens durch die geladenen kWh, es kann aber auch noch zusätzliche Preismodelle geben (z. B. Pauschalbeträge, nach Zeit oder Startgebühren für den Ladevorgang).

Sie lesen, das Laden von E-Autos ist kein Buch mit sieben Siegeln, sondern wird leicht zum Kinderspiel. Denn auch hier macht die Praxis den Meister. Welches Auto zu Ihnen passt, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Für jeden das Richtige. Welches Elektroauto passt zu mir?“.